04. – 09.09.2014 – X. Weltmeisterschaft – Almaty, Kasachstan

Donnerstag, 04.09.2014

Der erste Tag unserer Mädels (und zwei Herren) neigt sich allmählich dem Ende.

Heute fand ein erstes inoffizielles Training statt, wo sich neben Größen des Feuerwehrsports – etwa Roman Wagner und Jacub Peckny – erwärmt wurde.

Im Stadion werden weiterhin Vorbereitungen für die Wettkämpfe und das Drumherum getroffen. So werden die Wettkampfstätten hergerichtet, (schöne) kasachstanische Mädchen an den Pavillons eingewiesen und das Militär übt für seinen Marsch.

Unsere Stephanie Rost wurde durch den Trainerstab und Hartmut Bastisch zum Kapitän der Mannschaft ernannt – sie ist sehr stolz darauf mit dieser Aufgabe betraut worden zu sein und sie wird ihr Möglichstes tun alles aus dem deutschen Team herauszuholen!

Neuigkeiten gibt es auch bei der Aufstellung beim Löschangriff Nass:

Stephi – Saugkorb
Marina – Mitte
Kerstin und Simone an der TS
Kirsten – Verteiler
Isabel und Sunny die Sturmspitzen mit dem Strahlrohr

Freitag, 05.09.2014
Bereits um 7 Uhr verließen wir das Hotel, um zum Training um 8 Uhr bereits fertig erwärmt zu sein.

Wir hatten bis auf die Sekunde für jede Disziplin nur 15 Minuten. Wir begannen mit HL. Alle Frauen liefen das erste Mal auf Tartan und das Sandbett war auch anders als in Deutschland. Alle sind mit den Bedingungen zurecht gekommen und unsere deutsche Spitze (Daßler, Jakobs) zeigte Zuversichtliches.

Danach folgte 100m-Bahn. Nur das Testen des Balkens und zwei drei Anläufe bis zum Balken waren möglich. Die Frauen laufen auf einem kleineren Balken (80cm) als in Deutschland (nach Ctif 1,20m).

Danach die Staffel, die sich etwas durchwachsen darstellte. Keine Hürde, kein Feuerlöscher. Nur Balken und Haus waren möglich zu üben.

Beim LA wurden alle Bitten erhört, das Material vorzufinden, womit wir genau zwei Samstage im Nationalteam trainiert hatten. Wir müssen uns nicht verstecken, denn wir konnten die anderen Teams mit unserer Trainigsleistung überzeugen.

Im Anschluss verblieben wir bis zum Mittag im Stadion und machten uns dann ab 14 Uhr zum Marsch der Nationen durch Almaty auf.

Einmarsch der Nationen vom Platz der Republik bis zum Zentralstadion: mit voranfahrender Lifeband, lockere Hits, wie „Happy“, Winkfahnen und bunte Luftballons ließen es unbeschwert wirken. Die Bevölkerung stand in den Straßen und begrüßte die Nationen begeistert. Folklore tanzte für die Mannschaften.

Anschließend fuhren wir in die Berge zum weltbekannten Eisstadion Medeo. Wegen der Höhe sind hier viele Rekorde gelaufen worden.

Samstag, 06.09.2014

Der Weg zum Stadion war unbeschwert, wir waren guter Dinge, voll motiviert und haben die erste Völkerfreundschaft geschlossen. Am deutschen Pavillon angekommen wurde sich in deutscher Manier vorbereitet: Haare flechten und Fahne malen – auch bei den angereisten Fans (Sunnys Eltern).

Den ersten Lauf bestritt Isabel und erreichte souverän die erste Etage. Dann folgten Kirsten, Sunny, Stephi, Máriane, Melanie und zu guter Letzt Annekathrin, die leider Pech hatte und die Zeit nicht auslöste.

Es war ein überragendes Gefühl gegen russische und kasachische Frauen zu laufen. Das Adrenalin ging bis in die Haarspitzen.

Lauf Nr. 2 bestritten alle mit Bravour und schon war die erste Disziplin vorbei. In die Geschichte geht somit ein, dass Sunny erste beste Deutsche wurde und das Team Deutschland den dritten Platz in der Gesamtwertung belegte.

Nachdem wir uns die Läufe der Männer anschauten, begangen wir einen Shopping-Trip.

Ab 18 Uhr wurden wir für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft weltmeisterlich im Zentralstadion empfangen. Soviel Emotionen und Faszination auf einmal übermannten die Frauen. Die Finalläufe schlossen den Tag ab.

Wir fassen zusammen: Wir sind ein Team und das ist auch gut so!

Sonntag, 07.09.2014

Heute standen die 100m-Bahn und Staffel an. Um 9 Uhr begannen die Wettkämpfe. Ein sehr straffer und gut organisierter Ablauf stand uns bevor, so wie man sich das bei Profis vorstellt. Die Wettkämpfer wurden in einen Vorbereitungsbereich geleitet und auf Stühlen platziert.

Wir hatten den Nachteil, dass wir mit unseren zwei Satz Schläuchen schnell wieder bereit sein mussten, somit war nicht nur schnelles Laufen, sondern auch schnelles Rollen angesagt. Kerstin und Simone haben dies super gemeistert!

Insgesamt haben alle ihre Leistungen abrufen können. Dabei konnte Stephanie Rost den 9. Platz in einer Zeit von 18,22 Sekunden in der Weltspitze erreichen.

Danach folgte die Staffel, der emotionalste Höhepunkt unserer Sportlerkarriere. Es war gigantisch namentlich aufgerufen zu werden und dann noch die Nationalhymne zu singen!

Die russischen Frauen gewannen mit 1:02 Minuten und wir belegten Platz 4 und 6. Die Männer-Staffel gewannen unsere tschechischen Freunde in 53,53 Sekunden – eine Hundertstel am Weltrekord vorbei.

Wir wurden heute wahrgenommen und auch beglückwünscht für unsere Leistungen. Aber wie wir sind, hatten wir zwischendurch viel Spaß, denn der sollte nicht zu kurz kommen.

Montag, 08.09.2014

Da fehlen die Worte: Unsere Mädels sind Weltmeister im Löschangriff!

 

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